Glühendes Bauteil im Gasofen der Härterei TANDLER, im Vordergrund fertig gehärtete Zahnräder

Stromsteuerentlastung: Energiedaten sauber dokumentieren

Verbrauchsvisualisierung zahlt sich dank CountVision einfach aus

Weniger manuelle Arbeit, mehr Rechtssicherheit: TANDLER erfasst den Energieverbrauch jedes einzelnen Härteofens automatisiert – und sichert sich so die Stromsteuerentlastung, ohne beim nächsten Zoll-Audit ins Schwitzen zu kommen.

Für die Härterei TANDLER GmbH & Co. KG ist NZR schon langjähriger Partner. Auslöser für die Anschaffung der Energiemanagement Software CountVision war der Zoll mit der bekannten EEG-Umlage. „Anfänglich hat denen eine Schätzung der Energieverbräuche ausgereicht“, erinnert sich Detlef Sander. Seit 2015 jedoch sind die Darstellungen der Einzelverbräuche zwingend erforderlich. Jede Anlage, die zum Erwärmen der Teile (Härten) notwendig sind, müssen ebenso separat erfasst werden wie die Peripherie-Geräte wie Lüftungsanlagen, Kühlanlagen usw. „Auf NZR sind wir gekommen, weil wir bereits seit vielen Jahren den Maximumwächter MC6+ im Einsatz haben und gute Erfahrungen damit gemacht haben“, erzählt Sander. Nach einer ausführlichen Recherche für ein neues Energiemanagementsystem blieben am Ende lediglich zwei Produkte übrig, wovon CountVision letztendlich das Rennen gemacht hat. Nicht zuletzt das umfangreiche Produktportfolio mit den kleinen Wandler TQ30 waren sehr interessant, auch die Tatsache, dass NZR auch große Erfahrungen mit Gas- und Wärmemengenzählern aufweisen konnten, spielten eine entscheidende Rolle.

Die Zusammenarbeit bei der Implementierung hat sehr gut funktioniert. Auf anfängliche Herausforderungen wurde schnell reagiert und gemeinsam eine bessere Lösung gefunden. So wuchs das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Tandler und NZR mit den Aufgaben.

CountVision ist jeweils an den Standorten von Tandler in Hamburg und Bremen für nahezu gleiche Anlagen im Einsatz, allerdings ist in Hamburg ein deutlich kleineres Netzwerk installiert. Die Tabellen für CountVision hat sich D. Sander selber gestaltet und so eine optimale Visualisierung für Tandler realisiert. Im CountVision erfolgt eine Summenzählung, wenn da Schwellwerte erreicht werden, erfolgt die Alarmierung per E-Mail an einen ausgewählten Personenkreis. So kann unverzüglich reagiert werden und im Extremfall ein Ofen in der Härterei kurzfristig abgeschaltet werden. „Denn so eine Lastspitze kostet richtig Geld!“ erklärt Sander. 

Eingesetzt als Datensammler sind je ein MLogX in Hamburg und in Bremen. Im Viertelstundentakt werden die Werte auf den jeweiligen Server ins CountVision hochgeladen, alle 5 Minuten werden die Werte ausgelesen. 

CountVision wird hauptsächlich eingesetzt, um die Einzelverbräuche der Anlagen im Rhythmus Tag, Monat und Jahr zu erfassen. Über die Kennzahlen/Rechnungen werden dann in der Härterei Abteilungen gebildet: „Härten und Anlassen, Schutzgaseinsatz Härten, Schutzgaseinsatz Nitrokarbonieren, die Peripherie und für die Gasverbräuche werden Summen gebildet und dann auf einem Blatt der Jahresverbrauch für den Zoll zusammengefasst. Produktiver Verbrauch, unproduktiver Verbrauch, plus diverser Verbrauch wie Computer, Drucker etc. jeweils einzeln betrachtet, so wie es der Zoll fordert.

Mit Investitionen kann man bares Geld sparen

Darüber hinaus konnten mithilfe der Zahlen aus dem CountVision einzelne Regelparameter der Anlagen angepasst und optimiert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. „Wir haben unsere Energiekosten jetzt einfach besser im Griff und können so das Optimum aus unseren Anlagen rausholen“, freut sich Sander über die schnelle Amortisierung der CountVision Installation. 

„Energieverbräuche pro Charge wäre eine interessante, weitere Darstellungsmöglichkeit in der CountVision Software“, wünscht sich Sander für die Zukunft. Diesen Auftrag hat Christina Bittner gerne mitgenommen in die Entwicklungsabteilung von NZR und sollte beim nächsten Update für Tandler verfügbar sein. So stellt man sich eine produktive Zusammenarbeit vor. Weiter so.

Über Tandler

Tandler ist Konstrukteur und Hersteller von Zahnrädern und Getrieben in höchster Präzision und mit maximaler Lebensdauer. Als Familienunternehmen vor über 65 Jahren in Bremen gegründet, produziert Tandler heute mit über 200 Spezialisten für den weltweiten Markt. Die Härterei TANDLER ermöglicht der TANDLER-Gruppe das Angebot einer geschlossenen Leistungskette von der Teilfertigung bis hin zur Auslieferung ganzer Antriebseinheiten, inklusive 24-Stunden-Service. Darüber hinaus ist die Härterei auch für externe Kunden auf Lohnbasis tätig.

Zu den neuesten Entwicklungen zählt – neben dem Warmbehandlungsverfahren Tan-Ox® – auch die Baureihe ServoFoxx® mit Planetengetriebe-Kegelradgetriebe-Kombinationen, Hypoidgetriebe-Kombinationen und dem Planetengetriebe P.

Seit 1949 hat das Unternehmen zuerst mit der Zahnradfertigung für die legendären Borgward-Automobile und später mit der Entwicklung des Spiralkegelgetriebes (das besondere Kegelradgetriebe) und des Drehzahl-Überlagerungsgetriebes viel zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Sondermaschinen beigetragen. Als Anbieter hochpräziser Drehzahl-Überlagerungsgetriebe entwickelte TANDLER vor einigen Jahren das Planetengetriebe ServoFoxx®, welches mit den herkömmlichen Spiralkegelgetrieben auf vielfältige Weise einzigartig kombinierbar ist.