Die Ausstellungshalle von Aldra mit kleinen Nachbauten von richtigen Häusern.

Industrie-Energiemanagement: Aldra digitalisiert Verbrauchsdaten mit NZR

Bewusstsein für Energiesparpotenziale schärfen

Am Aldra-Hauptsitz in Meldorf wurde Ende 2018 die Fertigungsstraße nachgerüstet und weiter automatisiert. Neu in der Fertigungstechnik ist das vollautomatische Glaszustellsystem, das zu jedem zu bearbeitendem Fenster automatisch die richtige Glasscheibe bereitstellt. Auch das Energiemanagement wird weiter ausgebaut. „Aldra hat nicht nur die Verpflichtung wahrgenommen, die mit der 50001-Zertifizierung einhergeht, sondern viel mehr das Bewusstsein überall Energieeinsparpotenziale zu entdecken“, berichtet Stefan Limberg, Technischer Leiter bei Aldra. 

Es fing so richtig vor drei Jahren an. „Ich selber bin Elektrikermeister und hatte schon immer einen Drang zum Energiesparen.“ Angefangen hat es mit der Beleuchtungsumstellung auf LED-Technik. Die Nominierung und am Ende ein guter zweiter Platz beim Energieaward des TüV zeigen die Leidenschaft fürs Energiesparen des Meldorfer Fensterherstellers.

„Vor zwei, drei Jahren haben wir zudem die Messtechnik neu aufgebaut. An diesem Standort verbrauchen wir 1 Million kWh pro Jahr und keiner wusste so ganz genau wieso und warum! Es ging darum, dass wir real abrechnen und alle Verbraucher ermitteln. Allein in der Produktionshalle haben wir über 50 NZR Zähler gesetzt, um die Grundverbräuche zu ermitteln, noch keine Maschinen!“ so Stefan Limberg. Nur so konnten die Kompressoren, Licht und die Verzahnung der ganzen Energiewege in der Halle verstanden werden. Stand jetzt ist Aldra in der Lage, für alle Mieter auf dem Gelände eine Kennzahl zur Verfügung zu stellen, worüber am Ende die Energiekosten abgerechnet werden. „Erst dann war es möglich, Projekte zu realisieren, um die Verbräuche zu reduzieren“, erläutert Stefan Limberg. 

Visualisierung der realen Verbräuche mit CountVision

Ein großes Projekt war die Kompressoranlage im Werk in Marl, die zu viel Energie verbraucht hat im Vergleich zum Kompressor am Standort in Meldorf. Dann folgte das nächste Projekt, die Mittelspannungs-versorgung. Auch das Thema Spitzenausgleich kann man nur kostensparend realisieren, wenn man reale Verbräuche zur Verfügung hat.

Zur Visualisierung dieser zahlreichen Effekte dient Aldra die Energiemanagement Software CountVision. Es wurden einige Dashboards gebaut und Kennzahlen gebildet. Jetzt gibt es für jeden Mieter monatsaktuelle Abrechnungen, die mit Grafiken aus CountVision angereichert werden. Das sieht nicht nur gut aus, sondern vermittelt beim Mieter ein angenehmes, korrektes Gefühl beim Anblick der Abrechnungen.

„Wir haben auch viel gemacht im Bereich Wärme: Heizgeräte gewartet, sodass sie effizienter arbeiten, die Fensterfront hier in Meldorf wurde erneuert für ein behagliches Klima in den Büros. So wurde eine Menge Gas eingespart und damit weitere, saubere Kennzahlen ermittelt. Nach der neuen DIN müssen wir jedes Jahr ein bisschen mehr einsparen. Im letzten Jahr haben wir zu viel eingespart, sodass es immer schwieriger wird, dem gerecht zu werden“, führt Stefan Limberg fort.

Das Thema Zertifizierung beinhaltet natürlich auch einen gewissen Zwang zum Energiesparen. Die ganze Messtechnik von NZR ist leicht bedienbar, die Datensammler, Konfigurationen und Installationen haben super funktioniert. Auch die Intuitive Benutzung von CountVision, und der Support haben super funktioniert. So konnte Aldra als einer der ersten Nutzer von CountVision maßgeblich zur Weiterentwicklung der Software beitragen.

Über Aldra

„Meisterqualität seit 1888“ Dies sind für die Aldra Fenster und Türen GmbH nicht nur Worte, die auf die lange Erfahrung verweisen. Es ist auch ein Leistungsversprechen, dem sich der Fensterhersteller aus Meldorf verpflichtet fühlt und an die Fachhandelspartner und Kunden jeden Tag geben.

Ob Fenster oder Tür aus Holz, Aluminium oder Kunststoff – jedes Element wird mit größter Sorgfalt und Liebe zum Detail gefertigt. Norddeutsch, wetterfest und sturmerprobt: Bevor Aldra-Produkte versendet werden, wird jedes Element einer gründlichen Qualitätskontrolle unterzogen. Diese Qualität wird durch anerkannte Prüfinstitute regelmäßig bestätigt. Zertifizierungen vom ift Rosenheim belegen die hohe Qualität all unserer Produkte aus Holz, Holz-Aluminium, Kunststoff und Aluminium, wodurch Aldra zu einem der Branchenführer im deutschen Fenster- und Türenmarkt geworden ist.

Vom Fenster über die Haustür bis hin zu großformatigen Hebe-Schiebe-Türen, bei Aldra werden ausschließlich hochwertige Materialien verarbeitet. Die gesamte Fertigung ist mit hoher Innovationskraft und zukunftsweisender Technik darauf ausgelegt, Kundenwünschen zu entsprechen.

Zu den 800-1000 Kunden gehören reine Fachhandelskunden sowie Fertighaushersteller, die mit insgesamt 350 Mitarbeitern von 4 Standorten (Meldorf, Marl, Thedinghausen, Gadebusch) aus in Deutschland bedient werden. Aldra zeichnet sich durch eine hohe Fertigungsautomatisierung aus, so gehört das Werk in Marl seit der Wiedereröffnung 2014 zu den modernsten Fertigungsstätten für Kunststofffenster in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa.