FAQ

Planungs- und Installationsanleitung M-Bus System

1. Einleitung
Dieses Dokument soll den Planer bei der Errichtung von M-Bus Anlagen unterstützen. Es werden wichtige Details für die Installation des Leitungsnetzes von M-Bus Anlagen erläutert und beschrieben. Bei allen Arbeiten sind die anerkannten Regeln der Technik (z.B. VDE 0100 und VDE 0800) und die gesetzlichen Auflagen zu beachten.

2. Systemübersicht
2.1 Busprinzip

Das Prinzip basiert auf einem Master – Slave Verfahren.

Master = Pegelwandler
Slave = Endgeräte

Die Software fragt über den Pegelwandler einzeln die Busadressen ab. Die entsprechenden Verbrauchserfassungsgeräte antworten mit einem Datentelegramm. Die Endgeräte-Daten werden auf dem PC, zur Weiterverarbeitung, abgespeichert. In einem M-Bus Netz können mit der Primäradresse bis zu 250 Busadressen (Endgeräte) angeschlossen und abgefragt werden. Über die Sekundäradresse lassen sich bis zu 100 Mio. Endgeräte eines Typs einbinden. Eine Parametrierung der Endgeräte ist nur über die Primäradresse möglich.

2.2 Übertragungsgeschwindigkeit
Die Busschnittstelle ist für Bit-Raten von 300 bis 9600 Baud (bit/s) ausgelegt. Endgeräte von NZR kommunizieren standardmäßig mit 2400 Baud und können normkonform auch mit 300 Baud kommunizieren.

Nzr, nzr zähler, nzr.de, www.nzr.de, nzr bad laer, nordwestdeutsche zählerrevision, wasserzähler, wärmezähler, stromzähler, elektrizitätszähler, gaszähler, smart metering, energieoptimierung, münzzähl

2.3 Pegelwandler
Der Pegelwandler ist die Verbindung zwischen dem M-Bus Netzwerk und einem PC oder Modem.

2.4 Ausdehnung
Die Gesamtausdehnung des Bussystem ist begrenzt durch:

  • Die Anzahl der Endgeräte pro Pegelwandler (max. 250) und
  • Die Eigenschaften des Kabels (Kabelwiderstand und Kabelkapazität)
Nzr, nzr zähler, nzr.de, www.nzr.de, nzr bad laer, nordwestdeutsche zählerrevision, wasserzähler, wärmezähler, stromzähler, elektrizitätszähler, gaszähler, smart metering, energieoptimierung, münzzähl

2.5 Polarität der Busleitung
Die M-Bus Leitung ist verpolungssicher, d.h. die Adern können vertauscht werden.

 

 

 

2.6 Topologie
Der M-Bus unterstützt alle Topologien, wie Stern, Baum oder Linie.

 

 

 

 

 

3. Kabel
3.1 Kabeltypen

Die Installationen der M-Bus Leitungen sind grundsätzlich nach den VDE-Richtlinien und nach dem Telefonvorschriften der Telekom durch zuführen. An den M-Bus angeschlossene Geräte haben eine eigene Adresse. Die M-Busleitung ist ein zweiadriges, möglichst abgeschirmtes, Kabel (z.B. Telefonkabel J-Y(ST) Y 2 x 2 x 0,8 mm, usw.). Es ist sinnvoll die M-Bus Leitungen und Klemmstellen (Abzweigdosen) zu markieren. Alle M-Bus-fähigen Geräte sollen auf kürzestem Wege miteinander verbunden werden.

3.2 Kabellängen
Die maximale Gesamtleitungslänge (max. 4.000 m) des ganzen Netzes ist vom Leitungsquerschnitt (nicht unter 0,5 mm2 verwenden) und von den kabelspezifischen Eigenschaften (Widerstand, Kapazität) abhängig. Je niedriger der Leitungswiderstand ist, desto länger darf die Leitung gewählt werden. Die maximalen Leitungslängen sind einzuhalten, da sonst Übertragungsfehler auftreten können.

Nzr, nzr zähler, nzr.de, www.nzr.de, nzr bad laer, nordwestdeutsche zählerrevision, wasserzähler, wärmezähler, stromzähler, elektrizitätszähler, gaszähler, smart metering, energieoptimierung, münzzähl

Die folgende Abbildung zeigt die Anzahl der anschließbaren M-Bus Geräte bezogen auf die Kabellänge des M-Busses.

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Installation
4.1 Verbindungsstellen

An den Verbindungsstellen zwischen der M-Bus Leitung und den Geräten werden handelsübliche Anschluss- und Abzweigdosen verwendet. Um die Kabelverbindung sicher zu gestallten, eignen sich Klemmanschlüsse.

Hinweis:
Es ist von Vorteil Klemmanschlüsse zu verwenden, bei denen die Schrauben auf eine Blattfeder wirken, weil dadurch die Leiter beim Befestigen vor Beschädigung geschützt werden.

4.2 Beschriftung
In M-Bus Anlagen wird eine dauerhafte Kennzeichnung aller Leitungsenden empfohlen, weil die Elektroinstallation (für 230 Volt) das gleiche Verbrauchsmaterial verwendet und es somit zu Verwechselungen kommen kann.

4.3 Abstände
Die M-Bus-Kabel sollen möglichst weit entfernt von den Kabel der elektrischen Energieversorgung anderer Geräte (nicht M-Bus-Geräte) verlegt werden.

4.4 Geräteinstallation
Die Geräte werden vom Gerätehersteller oder einem autorisierten Installateur installiert und anschließend in Betrieb genommen.

4.5 Einbaubeispiel
Nzr, nzr zähler, nzr.de, www.nzr.de, nzr bad laer, nordwestdeutsche zählerrevision, wasserzähler, wärmezähler, stromzähler, elektrizitätszähler, gaszähler, smart metering, energieoptimierung, münzzähl

5. Auslesung
Der Übergabepunkt der M-Bus Anlage zur Auslesung ist entweder der M-Bus Pegelwandler direkt oder der Komfortanschluss mit Modemübertragung. Folgende Auslesemöglichkeiten stehen zur Verfügung:

1) Vor Ortauslesung
Mittels PC oder MDE mit Auslesesoftware VADEV® über die serielle Schnittstelle (RS 232) oder über die optische Schnittstelle (C0) je nach Ausstattungsmerkmal des Pegelwandlers können vor Ort die Daten ausgelesen werden.

Nzr, nzr zähler, nzr.de, www.nzr.de, nzr bad laer, nordwestdeutsche zählerrevision, wasserzähler, wärmezähler, stromzähler, elektrizitätszähler, gaszähler, smart metering, energieoptimierung, münzzähl

2) Fernauslesung
Die M-Bus Anlage der Liegenschaft ist über ein Modem telefonisch auslesbar. Von der zentralen Leitstelle aus werden die Liegenschaften mit der Auslesesoftware VADEV® ausgelesen.

6. Lösungsansätze
Distanzen größer als die max. Leitungslänge

  • Aufteilung in mehrere Stränge (pro Strang weniger Geräte/evtl. mehr M-Bus Anlagen)
  • Kabel mit mehreren Leitungspaaren als Reserve

Erweiterung der Liegenschaft

  • Neuen Strang aktivieren sofern vorhanden (Kabel mit mehr Leiterpaaren als nötig verlegt)
  • Neue M-Bus Anlage aufbauen

Kurzschluss auf einem M-Busstrang (Fehlerlokalisierung schon bei der Projektierung berücksichtigen)

  • Bei der Planung eine Sternverkabelung vom Pegelwandler aus vorsehen. So können einzelne Stränge abgeschaltet und dadurch der Fehler leichter lokalisiert werden.

Anzahl Leiterpaare pro Kabel

  • Ein Leiterpaar zuviel ist besser als eins zu wenig. Die Mehrkosten für das Kabel sind im Verhältnis zur Kabelverlegung vernachlässigbar. Ein Ausbau der M-Bus Anlage ist zudem eher möglich.

Verlegte Kabellänge größer als geplant

  • Stehen noch mehrere Leiterpaare zur Verfügung, können neue Stränge aktiviert werden.
  • Kabelquerschnitt durch verdrillen mehrerer Kabelpaare vergrößern

Kein Zähler antwortet

  • Kurzschluss auf dem M-Bus
  • Leitung nicht richtig angeschlossen
  • Liegt Spannung (230 V) am Pegelwandler
  • Spannung an den M-Bus-Klemmen (ca. 38 V)

Mehrere Zähler antworten nicht

  • Ein ganzer Strang ist ausgefallen
  • M-Bus Leitung durchtrennt
  • Spannungsmessung am letzten Gerät des Stranges (ca. 38 V)
  • Doppeladressierung von Zählern

Ein Zähler antwortet nicht

  • Busadresse nicht vergeben
  • Busadresse falsch
  • Zähler nicht angeschlossen
  • Spannungsmessung am Gerät (ca. 38 V)
  • M-Bus Leitung durchtrennt

Unter diesem Link finden Sie die M-Bus Planungs- und Installationsanleitung als PDF zum Download.

CountVision Website

CountVision ist ideal fuer Industrie-, Filial-Unternehmen und alle, die ihren Energieverbrauch im Griff haben sollten. Unter www.countvision.de finden Sie alles zum Thema Energiemanagement.

» Hier geht es zur Website...

AKTUELLES

Wir suchen Verstärkung!
» diese News im Detail
NEWSLETTER    Deutsch  English         
Warenkorb / Anfragekorb
  
Facebook   Twitter   Xing   Flickr   Google+
Startseite » Support & FAQ » FAQ